Tageszeitungen

Kein vernünftiges Interview besteht nur aus heißer Luft.

Im Boulevardjournalimus gibt es mindestens zwei Wege. Während viele den Skandal suchen, gehe ich den umgekehrten Weg und lasse den Interviewten einfach seine ganz eigene Geschichte erzählen, die viel spannender ist als so mancher vermuten mag… 

01/BZ AM SONNTAG
“Ich bin hier und lebendiger als zuvor”
(Katrin Sass)

Katzen haben sieben Leben. Katrin Sass hat mindestens zwei. Eines schenkte die preisgekrönte Schauspielerin dem Alkohol, bis sie sich 1998 entschied, abstinent zu leben…. Im Interview spricht sie über Pläne, Nicht-Pläne und die Gelassenheit des
Älterwerdens.

09/BZ AM SONNTAG
Tilo Prückner über gefährliche und lustige Missgeschicke am Set

Die „Rentnercops“ gehen in die zweite Staffel. B.Z. traf Kommissar Edwin Bremer alias Tilo Prückner (77) und der plauderte über wilde Stunts und das ein oder andere lustige Erlebnis am Set.

07/18 BZ
Der englische Rabbi, der Berlin im Herzen trägt (Rabbi Wolff)

Alter ist eine Frage der Einstellung. Denn trotz seiner 91 Jahre hat Rabbi Willi Wolff, der noch bis vor drei Jahren in Mecklenburg-Vorpommern praktizierte, noch viel vor.

BZ 03/18: Um Böse zu werden geht er durch Berlin (Erdal Yildiz)

Wer Erdal Yildiz’ markantes Gesicht einmal gesehen hat, wird es so schnell nicht vergessen. Vielleicht hat er es deshalb geschafft, sich auch international als Bösewicht zu etablieren. Inspiration für seine Rolle findet er in ganz einfachen Dingen.

01/18 BZ:
“Zimmer mit Aussicht auf Heilung”
(Renan Demirkan)

Schauspielerin Renan Demirkan beherbergt krebskranke Frauen, damit diese “etwas Zeit, Ruhe und Raum” finden

11/17 BILD:
“Silly ist für mich ein Stück Heimat” (Silly)

Porträt über eine Band, die die Wende überdauerte und Leadsängerin Anna Loos, die in die übergroßen Fußstapfen von Ex-Frontfrau Tamara Danz trat und darüber hinauswuchs.

Gleich eine meiner ersten Geschichten über den “Tatort”-Dreh von Schauspielerin Christina Rainer in der echten Rechtsmedizin landete fett in der BILD 03/17, aber will ich wirklich nur auf Schlagzeilenjournalismus reduziert werden? Nein.

Eins, zwei drei… und schon ist wieder Berlinale oder das Münchner Filmfest. Eine gute Gelegenheit, um namhafte Regisseure und Schauspieler zu treffen.

“Ich nehme Komik genauso ernst”
(Bjarne Mädel)

Bjarne Mädel alias Schotty (“Der Tatorreiniger”), Ernie (“Stromberg”) und Dietmar Schäffer (“Mord mit Aussicht”) ist vor allem für seine Rollen als liebenswerter Sonderling bekannt. In “24 Wochen” zeigt er seine ernste Seite. Eine werdende Mutter und ein werdender Vater müssen im Anne Zohra Berrascheds Drama entscheiden, ob sie ihr behindertes Kind zur Welt bringen. Ich sprach mit ihm auf der Berlinale 2016 über sein Image als Mann fürs Komische, den Dreh mit echten Ärzten und den Unterschied zwischen Bjarne Mädel als Privatmann und Bjarne Mädel als Schauspieler.

09/16 Schwäbische Zeitung
Interview mit Bjarne Mädel über seine erste große Rolle im Kinofilm “24 Wochen”, die überhaupt nicht lustig ist.

“Man muss kein Leben wie im Film führen”
(Charlotte Rampling)

Auch, wenn Charlotte Rampling nicht den Oscar für ihre gefühlvolle Darstellung in “45 Years” gewonnen hat, war es für mich ein besonderes Erlebnis, sie zu treffen. Denn was ist schon ein Oscar wert? Es geht um den Mensch, der dahintersteckt.

09/15 Stuttgarter Nachrichten
Interview mit Charlotte Rampling und Tom Courtenay über Nacktheit im Alter und Geister aus der Vergangenheit. Kinofilm: “45 Years”

“Da muss man nicht gleich hysterisch werden!”
(Dietrich Brüggemann)

Es ist ein heilloses Durcheinander. Die V-Männer des Verfassungsschutzes sitzen überall, Neonazis entführen einen Bestsellerautor, der ihnen ab sofort alle Parolen nachplappert, die Antifa diskutiert viel zu viel und dann marschieren die Neonazis auch noch in Polen ein. Ist eine Satire über Neonazis geschmacklos oder intelligent?

07/15 Neues Deutschland
Interview mit Dietrich Brüggemann über Hitler als gemeinsamen Großvater und über die Qualität unserer Demokratie. Kinofilm: “HEIL”

“Die Brutalität findet im Kopf des Zuschauers statt.”
(Rosa von Praunheim)

Als Kind wurde der Boxchampion Andreas Marquart von seiner Mutter missbraucht und von seinem Vater misshandelt, als junger Erwachsener war er nicht mehr Opfer, sondern Zuhälter. Ich hatte Angst, bevor ich mir Rosa von Praunheims Kinofilm “Härte” ansah, danach hatte ich nur einen Wunsch: Mit Rosa von Praunheim zu sprechen. Gesagt, getan.

04/15: Augsburger Allgemeine Zeitung
Interview mit Regisseur Rosa von Praunheim über Zwangsoutings und die Inszenierung von Kindesmissbrauch. Kinofilm: “Härte”

“OK, dann spiele ich Hitler”
(Oliver Polak)

Über Juden macht man keine Witze. Als Jude auch nicht? Oliver Polak, der mit den Bühnenprogammen “Jud süß-sauer” und “Ich darf das, ich bin Jude” gesellschaftskritische Comedy macht, präsentierte 2014 nicht nur sein neuestes Bühnenprogramm “krankes Schwein”, sondern auch sein Burnout-Buch “der jüdische Patient”.

11/14: Berliner Zeitung
Interview mit Comedian Oliver Polak über seine Zeit in der Psychiatrie und Political Correctness. Buchtitel: “Der jüdische Patient”

“Heute ist jeder gläsern”
(Marc Elsberg)

Facebook ist mehr als ein Freundesnetzwerk. Für viele ist Marc Zuckerbergs Plattform ein digitales Zuhause. Welche Gefahren hinter der Datenkrake und neuen technischen Spielereien stecken, darüber spricht Marc Elsberg.

07/14: Augsburger Allgemeine Zeitung
Interview mit Bestsellerautor Marc Elsberg über die Auswirkungen von Big Data. Buchtitel: “ZERO. Sie wissen, was du tust”